BAföG-Ausgaben erreichen Rekordstand
Anfang des Jahres wurde der 19. BAföG-Bericht durch das Bundeskabinett verabschiedet. Die gute Nachricht: Zwischen 2008 und 2010 ist der durchschnittliche monatliche Förderbeitrag um 10 Prozent gestiegen, und auch die Zahl der Studenten, die BAföG erhielten, erhöhte sich um rund ein Sechstel. Dazu beigetragen haben die Anhebung des Elternfreibetrags und die Erhöhung der Altersgrenze für Masterstudenten, die wir als RCDS ausdrücklich begrüßen. Die Ausgaben von Bund und Ländern stiegen damit von 2,3 auf 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2010.
Der Anteil der Studenten, die während eines Auslandsaufenthaltes BAföG erhalten, ist innerhalb von zwei Jahren um 54 Prozent gestiegen. Dies ist besonders erfreulich, weil Auslandsaufenthalte in vielen Studiengängen unverzichtbar geworden sind, jedoch meistens zu zusätzlichen Ausgaben für Studenten führen.
Für die nächste Zeit sind aber erst einmal keine weiteren Erhöhungen in Planung, und der Bafög-Bericht gibt keine Empfehlung für solche ab. Bundesbildungsministerin Annette Schavan will aber weiterhin Gespräche mit den Ländern über zukünftige Anpassungen der Fördersätze führen. „Es ist unverzichtbar, zu einer verlässlichen Verständigung mit allen Ländern darüber zu kommen, dass jede Seite ihren Finanzierungsanteil an eventuellen Mehrausgaben zu tragen bereit ist“, sagte Schavan. Der Bund trägt die Kosten des BAföG zu 65 Prozent, die Länder zu 35 Prozent.
Der RCDS sieht allerdings im Bereich des Übergangs vom Bachelor in das Masterstudium dringenden Verbesserungsbedarf. Studenten, die ihren Bachelor abgeschlossen haben und sich im Bewerbungsverfahren um einen Masterstudienplatz befinden, erhalten für diese Monate oft kein BAföG mehr. Hier muss ein unbürokratischer Weg geschaffen werden um den Übergang von Bachelor– zu Masterstudium ohne finanzielle Einbußen zu ermöglichen.


