BAföG-Ausgaben erreichen Rekordstand

10. Februar 2012
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Erst vor wenigen Monaten feierte das BAföG seinen 40. Geburtstag. (Foto: RCDS Bundesverband)

Erst vor weni­gen Mona­ten fei­erte das BAföG sei­nen 40. Geburts­tag. (Foto: RCDS Bundesverband)

Anfang des Jah­res wurde der 19. BAföG-Bericht durch das Bun­des­ka­bi­nett ver­ab­schie­det. Die gute Nach­richt: Zwi­schen 2008 und 2010 ist der durch­schnitt­li­che monat­li­che För­der­bei­trag um 10 Pro­zent gestie­gen, und auch die Zahl der Stu­den­ten, die BAföG erhiel­ten, erhöhte sich um rund ein Sechs­tel. Dazu beige­tra­gen haben die Anhe­bung des Eltern­frei­be­trags und die Erhö­hung der Alters­grenze für Mas­ter­stu­den­ten, die wir als RCDS aus­drück­lich begrü­ßen. Die Aus­ga­ben von Bund und Län­dern stie­gen damit von 2,3 auf 2,9 Mil­li­ar­den Euro im Jahr 2010.

Der Anteil der Stu­den­ten, die wäh­rend eines Aus­lands­auf­ent­hal­tes BAföG erhal­ten, ist inner­halb von zwei Jah­ren um 54 Pro­zent gestie­gen. Dies ist beson­ders erfreu­lich, weil Aus­lands­auf­ent­halte in vie­len Stu­di­en­gän­gen unver­zicht­bar gewor­den sind, jedoch meis­tens zu zusätz­li­chen Aus­ga­ben für Stu­den­ten führen.

Für die nächste Zeit sind aber erst ein­mal keine wei­te­ren Erhö­hun­gen in Pla­nung, und der Bafög-Bericht gibt keine Emp­feh­lung für sol­che ab. Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annette Scha­van will aber wei­ter­hin Gesprä­che mit den Län­dern über zukünf­tige Anpas­sun­gen der För­der­sätze füh­ren. „Es ist unver­zicht­bar, zu einer ver­läss­li­chen Ver­stän­di­gung mit allen Län­dern dar­über zu kom­men, dass jede Seite ihren Finan­zie­rungs­an­teil an even­tu­el­len Mehr­aus­ga­ben zu tra­gen bereit ist“, sagte Scha­van. Der Bund trägt die Kos­ten des BAföG zu 65 Pro­zent, die Län­der zu 35 Prozent.

Der RCDS sieht aller­dings im Bereich des Über­gangs vom Bache­lor in das Mas­ter­stu­dium drin­gen­den Ver­bes­se­rungs­be­darf. Stu­den­ten, die ihren Bache­lor abge­schlos­sen haben und sich im Bewer­bungs­ver­fah­ren um einen Mas­ter­stu­di­en­platz befin­den, erhal­ten für diese Monate oft kein BAföG mehr. Hier muss ein unbü­ro­kra­ti­scher Weg geschaf­fen wer­den um den Über­gang von Bache­lor– zu Mas­ter­stu­dium ohne finan­zi­elle Ein­bu­ßen zu ermöglichen.